Kreislaufwirtschaft im Holzsektor: Workshop zur Zukunft von Altholz in Sachsen
Wie lässt sich Altholz in Sachsen künftig sinnvoller nutzen? Dieser Frage widmete sich am 14. April 2026 ein Workshop im Kraftverkehr Chemnitz unter dem Titel „Altholz neu denken – Wiederverwendung von Holz in Sachsen". Ziel war es, gemeinsam mit Fachkräften aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis tragfähige Ansätze für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft im Holzbereich zu entwickeln.
Als nachhaltiger Baustoff spielt Holz für eine klimafreundliche Wirtschaft eine wachsende Rolle. Bislang wird Altholz in Sachsen jedoch größtenteils geschreddert, zu Spanplatten verarbeitet oder energetisch genutzt – ein stoffliches Recycling im eigentlichen Sinne findet kaum statt. Genau hier setzte der Workshop an.
In moderierten Thementischen diskutierten die Teilnehmenden aktuelle Forschungsergebnisse, praktische Erfahrungen aus Unternehmen und neue Lösungsansätze. Im Fokus standen Fragen rund um die Erschließung von Altholzquellen, Hürden in der Verarbeitung, mögliche Förderinstrumente sowie eine bessere Sichtbarkeit nachhaltiger Ansätze in diesem Bereich.
Als zentrales Ergebnis kristallisierte sich heraus: Schon an der Quelle des Altholzes braucht es geeignetere Rahmenbedingungen und Anreize, damit Holz länger im stofflichen Kreislauf verbleibt. Die stoffliche Verwertung sollte dabei künftig stärker priorisiert werden als die thermische Nutzung.
Der Workshop bildet den Auftakt einer geplanten Veranstaltungsreihe, mit der der Austausch zum Thema Altholz in Sachsen langfristig vertieft und konkrete Impulse für eine nachhaltigere Kreislaufwirtschaft im Holzsektor gesetzt werden sollen.
Durchgeführt wurde der Workshop in Kooperation mit Zukunft Westerzgebirge e.V. und LignoSax e.V.
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