Im Modul „Soziale Arbeit als Wissenschaft“ im 5. Semester der Studiengruppe Bildung und Erziehung in der Kindheit (BEK24-2) setzten sich die Studierenden im Rahmen der Lehrveranstaltung am 10.07.2026 mit ausgewählten Theorien, Handlungskonzepten und Bezugswissenschaften der Sozialen Arbeit auseinander. Dabei wurde deutlich: Theorie muss nicht trocken sein – sie bildet eine wichtige Grundlage, um soziale Problemlagen zu verstehen, wissenschaftlich zu reflektieren und Handlungsmöglichkeiten für die Praxis zu entwickeln.
In Kleingruppen bearbeiteten die Studierenden verschiedene Fallbeispiele aus der sozialarbeiterischen Praxis. Ein Jugendlicher mit Migrationshintergrund wurde mithilfe der Sozialisationstheorie analysiert und daraus konkrete sozialarbeiterische Handlungsmöglichkeiten abgeleitet. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema häusliche Gewalt innerhalb der Familie, das aus systemischer Perspektive sowie unter Einbezug von Bindungstheorien, Empowerment und Resilienz betrachtet wurde. Zudem beschäftigte sich eine Gruppe mit der Lebenssituation einer arbeitslosen, alleinerziehenden Mutter und setzte sich dabei mit Gender-Theorien und dem Empowerment-Ansatz auseinander.
Die Studierenden verbanden wissenschaftliche Theorie mit praxisnaher Anwendung und entwickelten dadurch ein vertieftes Verständnis für professionelle sozialarbeiterische Interventionen. Besonders bereichernd waren die vielfältigen Präsentationsformen: Ein praxisnahes Rollenspiel machte komplexe familiäre Dynamiken anschaulich und verdeutlichte die Verbindung von Theorie und Praxis. Ein selbst entwickelter Rap gegen Ausgrenzung setzte zudem ein kreatives und gesellschaftliches Zeichen für Vielfalt und soziale Teilhabe.
Die Lehrveranstaltung verdeutlichte, wie wissenschaftliche Theorien, praxisnahe Fallarbeit und kreative Lernformen dazu beitragen, professionelle Handlungskompetenzen im Studium der Sozialen Arbeit zu vertiefen.
Breitenbrunn
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