Der Schutz der teilnehmenden jungen Menschen sowie die nachhaltige Verankerung von Peer-Beratung in der Jugendhilfepraxis erfordern eine intensive Beschäftigung mit dem Projekt und seinen Gelingensfaktoren. Sozialpädagogische Fachkräfte der teilnehmenden Jugendhilfeträger, die sich als Mentor*innen im Projekt engagieren möchten, nehmen daher zunächst an der Weiterbildung „Mentoring im Peer-Projekt – begleiten, empowern, gemeinsam Veränderung gestalten“ teil. Diese umfasst zwei Präsenzworkshops in Breitenbrunn/ Erzgebirge sowie vier Online-Seminare á 90 Minuten.
Transferprojekt:
Peer-Beratung im Kontext psychischer Erkrankung in der Jugendhilfe
Das Peer-Projekt steht für Partizipation & Empowerment junger Menschen in der Jugendhilfe. Ziel des Projekts ist es, das international bewährte Konzept der Peer-Beratung in die stationäre Jugendhilfe zu übertragen. Junge Menschen mit eigenen Krisenerfahrungen werden dabei zu aktiven Gestalter*innen von Unterstützung und Veränderung.
Der Link zur Projektwebsite: https://www.mutmates.de/
Das Praxistransferprojekt lässt sich in vier Bausteine gliedern.
Baustein 1 - Weiterbildung
Baustein 2 - Peer-Training
Die designierten Peer-Berater*innen absolvieren fünf intensive Workshoptage, die vom Projektteam der DHSN gestaltet werden. Ziele des Peer-Trainings sind:
- vertiefte Auseinandersetzung mit der Rolle als MutMate,
- Reflexion des eigenen Erfahrungswissens,
- Erwerb von grundlegenden Beratungskompetenzen,
- Erweiterung des Wissens über psychische Gesundheit und
- Selbstfürsorge bzw. Selbstschutz.
Baustein 3 - Peer-Beratung in der Jugendhilfe
Bei ihrem ehrenamtlichen Engagement erfahren die aktiven Peers Begleitung und Rückhalt auf zwei Ebenen. Zum einen stehen ihnen sozialpädagogische Fachkräfte beim jeweiligen Träger als Mentor:innen zur Seite. Zum anderen finden regelmäßig begleitende Peertreffen statt, die Raum für Austausch, Supervision und gemeinsame Aktivitäten bieten.
Baustein 4 - Wissenschaft & Nachhaltigkeit
Parallel wird das Projekt wissenschaftlich begleitet. Die Erkenntnisse werden u.a. in Form anwendungsorientierter Handreichungen für die überregionale Jugendhilfe nutzbar gemacht.
Wie die Abbildung verdeutlicht, lässt sich das Projekt gut in bestehende Strukturen integrieren. Insbesondere für Jugendliche im ländlichen Raum bietet der Ansatz Chancen, da dort sozialpsychiatrische Angebote häufig nur eingeschränkt verfügbar oder aufgrund unzureichender öffentlicher Verkehrsanbindungen schwer erreichbar sind. Zusätzlich können stark formalisierte Angebote für die Zielgruppe eine Hürde darstellen. Der Peer-Ansatz kann hier eine Brücke zwischen professionellen Hilfen und den Lebenswelten der Jugendlichen schaffen.
Projektmitarbeiter
Projektleitung
Breitenbrunn
Telefon: +49 37756 70-230
E-Mail schreibenProjektorganisation/wissenschaftliche Mitarbeiterin
Breitenbrunn
Telefon: +49 37756 70-363
E-Mail schreibenProjektkoordination
Breitenbrunn
Telefon: +49 37756 70380
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