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Glauchau

Labor: Regenerative Energien

Das Battle der Wärmepumpen

Wie heizen wir morgen, ohne das Klima zu belasten? In unserem Labor für Erneuerbare Energien bist du live dabei, wenn die Natur angezapft wird. Wir lassen die drei wichtigsten Konzepte der Wärmepumpen-Technik unter identischen Bedingungen direkt gegeneinander antreten. Werde zum Architekten der Energiewende und finde heraus, welches System den Highscore bei der Effizienz knackt.

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Wettkampf der Systeme

Drei Welten, ein Ziel: Unser Versuchsstand ist als Parallel-System aufgebaut. Drei eigenständige Wärmepumpen kämpfen gleichzeitig um den besten COP (Coefficient of Performance).

  • Identische Lastbedingungen: Das ist der Clou. Alle drei Wärmepumpen hängen am selben virtuellen „Haus“. Wenn die Last steigt, müssen alle drei gleichzeitig liefern. Nur so siehst du ohne Filter, welches Konzept unter Druck wirklich abliefert.
  • Der COP-Highscore: Der Coefficient of Performance (COP) ist deine Währung. Er verrät dir: Wie viele Kilowattstunden Wärme macht die Maschine aus einer Kilowattstunde Strom? Du trackst die Kurven live am Monitor und analysierst, wer bei strahlendem Sonnenschein oder bei klirrender Nachtkälte die Nase vorn hat.
  • Simultanmessung in Echtzeit: Du analysierst nicht nacheinander, sondern parallel. Während die Luft-Wärmepumpe bei Nebel vereist, beobachtest du zeitgleich, wie die Erdwärme stabil ihre Leistung hält.

Der Energiezaun (Sole/Wasser)

Er sieht aus wie ein Zaun, ist aber ein High-Tech-Absorber. Du untersuchst live, wie Wind und Sonne die Leistung pushen und ab wann das System zur Vereisung neigt.

  • Solarer Boost: Sobald die Sonne auf die dunklen Lamellen des Zauns trifft, steigt die Temperatur der Sole (das Frostschutz-Wasser-Gemisch im Inneren) massiv an. Du untersuchst live, wie dieser thermische „Turbo“ den Wirkungsgrad der Wärmepumpe nach oben schraubt.
  • Energie aus dem Wind: Selbst wenn keine Sonne scheint, arbeitet der Zaun. Er entzieht der vorbeiströmenden Luft die Wärme. Je windiger es ist, desto mehr Luftmoleküle geben ihre Energie an den Zaun ab. Du misst diesen Effekt und checkst, wie die Windgeschwindigkeit die Leistung beeinflusst.
  • Das Eis-Phänomen: Hier wird es spannend! Wenn der Zaun der Luft sehr viel Energie entzieht, kühlt er unter den Gefrierpunkt ab. Luftfeuchtigkeit gefriert direkt an den Lamellen. Du beobachtest den Vereisungsprozess und analysierst, wie die dabei freiwerdende „Kristallisationswärme“ das System paradoxerweise kurzzeitig sogar pusht.
  • Oberflächennahe Geothermie: Der Zaun ist oft mit dem Erdreich gekoppelt. Du lernst, wie überschüssige Sommerwärme vom Zaun in den Boden geleitet wird, um diesen für den Winter „aufzuladen“

 

Die Luft-Power (Luft/Wasser)

Das klassische Monoblock-Gerät mit Ventilator. Hier checkst du die Performance bei extremen Minustemperaturen und analysierst, wie viel Energie das System wirklich zum Abtauen braucht.

  • Das Monoblock-Prinzip: Alles in einem Gehäuse. Du checkst den Aufbau des geschlossenen Kältekreislaufs und lernst, wie der riesige Ventilator kubikmeterweise Außenluft durch den Verdampfer jagt.
  • Performance am Limit: Wenn es draußen -10 °C oder kälter wird, trennt sich die Spreu vom Weizen. Du misst live, wie die Effizienz (der COP) sinkt, je kälter die Quelle wird. Du verstehst die Physik dahinter: Je größer der Temperaturhub, desto härter muss der Kompressor schuften.
  • Die Abtau-Analyse: Das ist der „Endgegner“ im Winter. Wenn die feuchte Luft am eiskalten Verdampfer gefriert, setzt sich das Lamellenpaket zu. Du beobachtest den Abtauprozess (Prozessumkehr): Die Wärmepumpe muss kurzzeitig Wärme aus dem Haus entziehen, um das Eis draußen zu schmelzen.
  • Der Energie-Check: Du berechnest die bittere Wahrheit: Wie viel der gewonnenen Energie geht allein für das Abtauen wieder drauf? Du optimierst die Intervalle und suchst den „Sweet Spot“ zwischen Heizleistung und Energieverlust.

Die 87-Meter-Mission (Tiefenbohrung)

Wir gehen in die Tiefe! Mit zwei separaten Erdsonden untersuchst du, wie sich der Boden thermisch regeneriert oder ob sich die Bohrungen gegenseitig die Wärme „klauen“ (Interferenz).

  • Konstante Power: In 87 Metern Tiefe hat das Erdreich das ganze Jahr über eine nahezu gleichbleibende Temperatur (ca. 10–12 °C). Du misst live, wie die Sole-Wärmepumpe dadurch einen extrem stabilen COP erreicht – völlig unbeeindruckt von Frost oder Hitze an der Oberfläche.
  • Das Interferenz-Phänomen: Wir haben nicht nur eine, sondern zwei Sonden. Du untersuchst das „Nachbarschafts-Problem“: Wenn beide Sonden gleichzeitig Vollgas geben, entziehen sie dem Boden so viel Energie, dass sie sich gegenseitig die Wärme „klauen“. Du analysierst diese gegenseitige Beeinflussung (Interferenz) und berechnest den optimalen Abstand.
  • Thermische Regeneration: Der Boden ist keine unendliche Quelle, er ist ein Akku. Du beobachtest am Datenlogger, wie lange das Erdreich braucht, um sich nach einer intensiven Heizphase wieder zu erwärmen. Du lernst Strategien, wie man im Sommer überschüssige Wärme (z. B. vom Energiezaun) zurück in die Tiefe schickt, um die Sonde für den nächsten Winter „aufzuladen“.
  • Hochflexible Verschaltung: Unser Versuchsstand erlaubt es dir, die Sonden einzeln, in Reihe oder parallel zu schalten. Du experimentierst mit den Strömungsgeschwindigkeiten und findest das Setup mit dem geringsten Pumpenstrom bei maximalem Wärmeertrag.

Simultan-Messung live

Du bist der Operator am Dashboard. Während draußen die Sonne untergeht und es frostig wird, beobachtest du an den Monitoren, wie die Tiefenbohrung ihre Stärke ausspielt, während der Energiezaun in den Feierabend geht. Du analysierst die Live-Daten und verstehst sofort, welches System für welchen Standort das Beste ist.

Ihr Ansprechpartner

Porträt eines Mannes mit kurzen blonden Haaren im Anzug. Er blickt geradeaus in die Kamera und hat ein leichtes Lächeln. Dunkelblaues Jacket, hellblaues Hemd und eine gemusterte Krawatte. Weißer Hintergrund. (automatisch generiert)

Dipl.-Ing.

FrankLöthe

Laboringenieur

Glauchau

Telefon: +49 3763 173-123

Raum L 123

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