Unter dem Titel „TRANSFORMATIONen – KiTa im Wandel“ beleuchtete die Bundesarbeitsgemeinschaft für Bildung und Erziehung in der Kindheit (BAG-BEK) bei ihrer Herbsttagung 2026 an der Evangelischen Hochschule Dresden die vielfältigen Herausforderungen und Umwälzungen in der frühkindlichen Bildung sowie in den Bereichen Kindheit und Familie. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die Auswirkungen des demografischen Wandels und aktueller bundespolitischer Gesetzesvorhaben.
Prof. Dr. Samuel Jahreiß (DHSN, Breitenbrunn) beteiligte sich an einer Podiumsdiskussion und leitete gemeinsam mit Jens Kluge (dualer Praxispartner AWO Zwickau) einen Workshop im Rahmen der Tagung. Im Workshop, der an das Tagungsthema anknüpfte, wurden der demografische Wandel und die Transformation ostdeutscher Kitas aus historischer Perspektive beleuchtet. Prof. Dr. Jahreiß stellte heraus, dass „das ostdeutsche Kita-System in den vergangenen 40 Jahren immer wieder tiefgreifende Transformationsleistungen erbringen musste“ und die in der ehemaligen DDR aufgebauten Strukturen bis heute nachwirken. Zugleich betonte er, „dass es wichtig ist, diese Besonderheiten nicht ausschließlich als eine noch nicht vollständig abgeschlossene Anpassung an das westdeutsche Kita-System zu betrachten.“
Mit Blick auf die aktuelle demografische Transformation wurde deutlich, dass es kein Patentrezept dafür gibt, wie der mittelfristig notwendige Rückbau von Gruppen und teilweise auch ganzen Kitas gestaltet werden kann. Vieles geschehe derzeit „im Doing“, ohne dass dafür bereits erprobte Vorlagen oder Konzepte existierten. Umso wichtiger sei ein interdisziplinärer Austausch über die verschiedenen Ebenen des KiTa-Systems hinweg. Gleichzeitig gelte es, die mit der Transformation einhergehenden Chancen in den Blick zu nehmen – etwa für Qualitätsentwicklung, Profilierung oder eine stärkere sozialräumliche Vernetzung.
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