Praxiseinblick in die Welt des Gründens
Im Modul „Unternehmensgründung und Geschäftsmodellentwicklung“ erhielten unsere Studierenden spannende Einblicke in die echte Gründerwelt.
Zu Beginn stellte Anika Lorenz von futureSax die vielfältigen Förder- und Unterstützungsangebote für Gründungsinteressierte in Sachsen vor. Als Innovationsplattform des Freistaats begleitet futureSax Gründer, Start-ups sowie innovative Unternehmen von der ersten Idee bis zur Markteinführung.
Besonders im Fokus standen Programme wie der InnoStartBonus, ein Förderprogramm für innovative Gründungsvorhaben. Dieses ermöglicht es Gründerinnen und Gründern, sich in der frühen Phase auf die Entwicklung ihrer Geschäftsidee zu konzentrieren, Prototypen zu entwickeln und erste Marktvalidierungen durchzuführen. Neben finanzieller Unterstützung profitieren Teilnehmende auch von Netzwerken, Coaching-Angeboten und Veranstaltungen rund um Innovation und Unternehmertum.
Im Anschluss gab Lisa Erschow einen authentischen Einblick in ihre Gründungsgeschichte von Fake Sober. In einem Drei-Minuten-Pitch stellte sie ihre Geschäftsidee vor: alkoholfreie Drinks auf Tee-Basis unter dem Motto „Saufen ohne Verzicht“.
Die Idee entstand aus einer ganz persönlichen Erfahrung: Auf Veranstaltungen fehlten ihr oft alkoholfreie Getränke, die geschmacklich überzeugen und nicht einfach nur süß sind. Daraus entwickelte sich Schritt für Schritt die Vision für ein eigenes Produkt und schließlich die Gründung von Fake Sober. Im Vortrag berichtete sie offen über die vielfältigen Aufgaben, die Gründer in der Anfangsphase bewältigen müssen. Dazu gehören unter anderem: Produktentwicklung und Rezepturen, Suche nach geeigneten Lieferanten, Markenentwicklung und Markenanmeldung, Kundenakquise, Marktzugang und Rechnungswesen.
Besonders betonte sie, wie wichtig Eigenverantwortung, Durchhaltevermögen und die Fähigkeit zur Priorisierung im Gründungsalltag sind. Mit Unterstützung des InnoStartBonus konnte sie sich im vergangenen Jahr vollständig auf den Aufbau ihres Unternehmens konzentrieren. Unsere Studierenden nutzten die Gelegenheit für zahlreiche Fragen unter anderem zu Themen wie bspw. zu Markenbekanntheit, Marketingstrategien, B2B-Kundengewinnung, Preisgestaltung uvm. Ein besonderes Highlight für die Studierenden war die Möglichkeit, die Produkte selbst zu probieren. Anschließend gab es direktes Feedback zu Geschmack, Produktidee und Marktpotenzial.
Lisa Erschow betonte, wie zentral Kundenfeedback für die Weiterentwicklung eines Produkts ist. Gerade in der frühen Phase eines Start-ups sei der Austausch mit potenziellen Kundinnen und Kunden entscheidend, um das Angebot zu schärfen und den sogenannten Proof of Concept zu erreichen.
Der Austausch war besonders wertvoll, da die Studierenden am Ende des Moduls selbst ihre eigenen Geschäftsideen entwickeln und in einem Pitch präsentieren.
Vielen Dank an futureSax und Lisa Erschow für die detaillierten Einblicke.
Juliane Kellner-Fuchs
Plauen
Food Franchise Management
Handel, Vertrieb und Internationales Management
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