Am 11. März 2026 fand im Audimax des Multifunktionsgebäudes der Dualen Hochschule Sachsen am Standort Plauen die Fortbildungsveranstaltung für das Kontrollpersonal der sächsischen Lebensmittelüberwachungsbehörden statt. Insgesamt 77 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den sächsischen Lebensmittelüberwachungs- und Veterinärämtern sowie weiteren Fachbehörden nahmen an der Veranstaltung teil.
Moderiert wurde die Fortbildung von Katja Born, Professorin und Studienleiterin des dualen Studiengangs „Lebensmittel- und Hygieneingenieurwesen“ an der Dualen Hochschule Sachsen.
Das Programm bot einen breiten Überblick über aktuelle Entwicklungen in der Lebensmittelüberwachung und mikrobiologischen Risikobewertung.
Den Auftakt bildete der Vortrag von Astrid Freund vom Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, die das DG SANTE-Audit 2025-0073 vorstellte und über das aktualisierte Länderprofil (abschließende Fassung November 2025) sowie den Stand der Umsetzung der Empfehlungen aus dem Audit 2023-7737 zur mikrobiellen Sicherheit von Lebensmitteln nicht tierischen Ursprungs berichtete.
Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Prävention lebensmittelassoziierter Erkrankungsgeschehen. Franziska Szokoli vom Sächsisches Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt stellte die aktuelle Verfahrensweise in Sachsen zur Aufklärung von Ausbruchsgeschehen mittels Whole Genome Sequencing (WGS) vor. Ihr Vortrag wurde online zugeschaltet.
Über Ergebnisse und zukünftige Schwerpunkte der Landesüberwachungsprogramme berichtete Juliane Rieger von der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen. Sie stellte die Ergebnisse des LÜP 2 aus dem Jahr 2025 vor und gab Hinweise zur Umsetzung des Programms LÜP 2 für 2026.
Ein weiterer Programmpunkt widmete sich dem Leitfaden zur Kontrolle von Primärerzeugern pflanzlicher Lebensmittel (Sachsen 2025).
Der Leitfaden wurde von Annet Fiedler von der Landesdirektion Sachsen vorgestellt. Ergänzend berichteten Theresa Ferl vom Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt Zwickau sowie Fanny Hildmann vom Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Landeshauptstadt Dresden über erste praktische Erfahrungen bei der Anwendung des Leitfadens und gaben hilfreiche Hinweise für die Umsetzung in der Kontrollpraxis.
Den Abschluss bildete der Vortrag von Eckhard Neubert von der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen, der aktuelle Erkenntnisse zu mikrobiellen Risiken beim Verzehr pflanzlicher Lebensmittel – insbesondere bei nicht thermisch behandelten Produkten wie Salaten und Kräutern – sowie entsprechende Untersuchungsergebnisse vorstellte.
Besonders erfreulich war, dass deutlich wurde, wie Erkenntnisse aus der Fortbildungsveranstaltung vor zwei Jahren in Plauen bereits in der Praxis Anwendung finden. Dies zeigt den nachhaltigen Nutzen des fachlichen Austauschs zwischen Behörden, Wissenschaft und Praxis.
Plauen
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